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Tonne zum AWO Vorsitzenden wiedergewählt- AWO Kreiskonferenz mit Neuwahlen und Diskussion zur Flüchtlingssituation

30.10.2015


Tonne zum AWO Vorsitzenden wiedergewählt
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AWO Kreiskonferenz mit Neuwahlen und Diskussion zur Flüchtlingssituation


Turnusmäßig traf sich die Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Nienburg/Weser jüngst zu ihrer Kreiskonferenz. Neben dem Jahresbericht standen insbesondere die Neuwahlen zum Kreisvorstand auf der Tagesordnung, sowie eine breite Diskussion zur aktuellen Flüchtlingslage im Landkreis Nienburg.
Der Kreisvorsitzende Grant Hendrik Tonne führte in seinem Bericht aus, dass die Arbeit des Kreisvorstandes im Wesentlichen in einer Konsolidierung der Finanzen, einer Ausweitung der Beratungs- und Unterstützungsangebote, sowie einer Neuaufstellung des hauptamtlichen Personals gelegen habe. In allen drei Punkten habe man erfreuliche Fortschritte machen können.
„Die AWO schreibt schwarze Zahlen und steht mittlerweile auf soliden Füßen. Hieran gilt es anzuknüpfen“, formulierte Tonne.
Der AWO Vorsitzende zeigte sich insbesondere darüber erfreut, dass die AWO in ihrer Kernkompetenz, der Sozial- und Rechtsberatung gute und kompetente Berater vorhalte und diese Angebote durch Migrations- und Flüchtlingssozialberatung spürbar ausgebaut habe. „Mit Razma Bröcker haben wir eine exzellente Beraterin auf dem Gebiet der Flüchtlingssozialarbeit und mit Amelie Morr eine engagierte Vertreterin im Bereich der Schwangerschaftskonfliktberatung und der Arbeit in der Ehrenamtsagentur mit der Stadt Nienburg.“ Tonne richtete seinen ausdrücklichen Dank an das gesamte hauptamtliche Personal der AWO für ihre Arbeit, sie seien Gesicht und Stimme der AWO im gesamten Landkreis.

Bei den anschließenden Wahlen wurde Grant Hendrik Tonne einstimmig als Vorsitzender wiedergewählt. Der Schwerpunkt der kommenden Arbeit soll in einer weiteren Ausdehnung der Beratungsangebote, einer Verstärkung der Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit liegen sowie in einer verstärkten Betreuung der Mitgliederstrukturen der AWO im Landkreis Nienburg.
Ebenfalls wiedergewählt wurde der stellvertretende Vorsitzende Heino Brinkmann aus Steimbke und die Kassiererin Katharina Greve aus Balge.
Für die ausscheidende stellvertretende Vorsitzende Birgit Menzel wurde Marja-Liisa Völlers aus Münchehagen einstimmig gewählt.
Ausgeschieden aus Altersgründen sind Dieter Berner, Roland-Peter Lubenow und Heinz Lüneberg. Für sie rücken als Beisitzer Barbara König-Meyer aus Balge, Sabine Hartung aus Nienburg und Doris Baumann aus Liebenau in den Vorstand. Alle drei wurden einstimmig gewählt. Als Revisoren wurden einstimmig Irma Märtens und Heiner Wenzel gewählt.
Der Sozialberater der AWO Heinz Lüneberg wies in seinen Ausführungen daraufhin, dass das Mietkonzept des Landkreises Nienburg in einem Eilverfahren vor dem Sozialgericht als rechtswidrig eingestuft worden sei. Er forderte alle Beteiligten auf, nunmehr zügig rechtmäßige Zustände im Landkreis Nienburg herzustellen. Der Vorstand wird sich dieses Themas in Kürze annehmen.
Der inhaltliche Schwerpunkt der Versammlung lag auf der breiten Diskussion einer Resolution der AWO mit dem Titel „Angekommen in Deutschland – Willkommen im Landkreis Nienburg – Solidarität ist unsere Stärke“.“ Die AWO steht für den gesellschaftlichen Zusammenhalt aller Menschen in Deutschland. Aus diesem Grundverständnis heraus wenden wir unseren Blick all denen zu, die auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind. Im aktuellen Fall der Flüchtlinge bedeutet dies für uns, dass jeder schutzsuchende Mensch auch ein Recht auf ein anständiges und den rechtstaatlichen Ansprüchen genügendes entsprechenden Asylverfahren hat“, erläuterte Tonne die Resolution. Der Dank der AWO geht an die Kommunen, die zahlreichen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und insbesondere auch an die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit viel Engagement und Tatkraft sich der aktuellen Herausforderung stellen. Die AWO ist der Einschätzung, dass die aktuelle Flüchtlingssituation die größte Herausforderung für Deutschland nach dem Ende des zweiten Weltkrieges darstellt und daher auch außergewöhnliche Anstrengungen erfordert. Die AWO begrüßt die Unterbringung in kleinen dezentralen Einheiten und setzt sich für eine umfassende Gesundheitsvorsorge, für Sprachmittler und für einen besonderen Blick auf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ein. Die AWO im Landkreis Nienburg fordert das zügige Erlernen der deutschen Sprache und einen erleichterten Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Mit Nachdruck wendet sich die AWO gegen rassistisch motivierte Angriffe auf Flüchtlinge. Jeder dieser Angriffe stelle einen Angriff auf unsere Demokratie dar und die AWO werde dieses nicht stillschweigend hinnehmen.
Die AWO erklärt für sich als Selbstverständnis, das man sich an vor Ort gegründeten Netzwerken und runden Tischen zur besseren Unterstützung der Flüchtlingsarbeit
beteiligen werde und die eigenen Kompetenzen aus der Flüchtlingssozialarbeit einbringen werde.